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Baerin
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quercus

     
17.01.2008 14:49

Hufeisen

 

das Hufeisen

Osterspaziergang
(Goethe aus dem Faust)

 

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
Überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlt`s im Revier,
Sie nimmt geputze Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurückszuehen!
Aus dem hohlen, finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden,
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sie nur, sieh ! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluss in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich's sein!

 

 

 

 

 


kommentar von: oldie456 am 26.04.2007 19:05
hübsche gegend und wer zum osterspaziergang die passenden bilder der originalschauplätze mag...nur fragen. lG
kommentar von: roro am 11.04.2007 21:03
Hi, das Bild da oben zeigt die Kunitzburg bei Jena - schöne Ecke. Zwischen Jena und meinem alten Heimatort Buchfart liegt der Kötschberg: http://rolfrost.de/album/kaitsch/index.html Viele Grüße, Rolf
kommentar von: AncientGods am 11.04.2007 16:37
Great!
kommentar von: LoneWolf1 am 11.04.2007 09:05
ist bestimmt eine schöne ecke da...fein gemacht zwinker
 
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17.01.2008 14:47

Buchfart

 

Buchfart

die Hausbrücke

 

    

 

die Buchfarter Höhlen

einzige Höhlenburg in Thüringen

 

Drei Sagen über die Buchfarter Höhlen

Ein Müllerbursche aus Hetschburg wurde von einem Geist aufgefordert, am nächsten Abend zur Burg zu kommen, um einen Schatz zu heben. Nur sollte er seinen Paten, einen Hexenmeister, nicht mitbringen. Aber der Bursche, dem die Sache nicht geheuer war, brachte ihn dennoch mit. Der Geist erschien, gab dem Burschen statt des Goldschatzes ein paar kräftige Ohrfeigen und verschwand auf Nimmerwiedersehen.

Eine andere Sage erzählt von einem Maurer und einem kleinen Männlein. Ging da in einer Nacht ein Maurergeselle durch das Ilmtal seinem Heimatdorfe zu. Mit dem Mitternachtsglockenschlag der Turmuhr von Buchfart stand ein kleines Männlein neben ihm und forderte ihn auf, mit zur Felsenburg zu kommen. Dort mußte der Maurer auf Geheiß des Männleins eine Vertiefung im Felsen erweitern. Es war der Eingang zu einem unterirdischen Gang. Nach getaner Arbeit durfte er heimgehen, mußte aber versprechen, am nächsten Abend wiederzukommen und äußerste Verschwiegenheit zu bewahren. Das Männlein gab ihm eine Handvoll gelber Blätter für seine Frau mit. Auf dem Heimweg warf der Maurer verdrießlich die Blätter weg, nur eins blieb, ohne daß er es merkte, an seinem Rock hängen. Als die Frau am anderen Morgen am Rock ihres Mannes eine glänzende Goldmünze entdeckte, konnte dieser nicht länger schweigen und erzählte ihr von seinem nächtlichen Erlebnis. Am anderen Abend ging er wieder zur Felsenburg. Aber er fand den Eingang zur Höhle nicht mehr, auch das Männlein stellte sich nicht ein; und die weggeworfenen Blätter, nach denen er eifrig suchte, waren nicht zu finden.

Wieder eine andere Sage erzählt von dem Wunderfräulein des Berges. Wenn der Frühling kommt, reitet Trutina, das geheimnisvolle Bergwesen, auf einem weißen Hirsch mit goldenem Geweih zu Tal umringt und gefolgt von zarten Luftgestalten. Erst wenn die Blätter fallen, kehrt sie zur Burg zurück. Wer sie erschaut, den zieht es unweigerlich hinauf und hinein in die Felsen - auf Nimmerwiedersehen. Wohl warnt ein getreuer Eckard am Eingang der Burg jeden, der nach der Holdin strebt, aber seine Warnungen nützen nichts, ihr Zauber ist zu groß. Und keiner ist wiedergekommen, hinter dem sich die Pforten der Burg geschlossen haben.

(Sagen dankend übernommen von Rolf Rost)

 

 

 

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17.01.2008 14:45

kuechenschellen

 

 
 
Frühlingsblumen an den Kalkhängen
 
     
 
 
 
 
 

 

 
 

 
 

 
 
 
 
   

 
 

kommentar von: roro am 11.04.2007 20:59
Jow, eigentlich heißen die Dinger KühchenSchelle, abgeleitet von Kuh-Schelle. Gruss vom Buchfarter Schellenberg, Rolf
kommentar von: _roro am 11.04.2007 20:57
Jow, eigentlich heißen die Dinger Kühchenschelle, abgeleitet von Kuh-Schelle. Viele Grüße vom Buchfarter Rolf
kommentar von: LoneWolf1 am 05.04.2007 04:45
schöne bilder hoffe der frühling kommt richtig raus :-)

 

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17.01.2008 14:34

Winterlinge

 

Winterlinge

  

 

 

  

 

nicht weit von der stadt jena, im rautal gibt es ein großes waldstück, in dem die winterlinge beheimatet sind. sie sind frühjahrsblüher, kleine zwiebelpflanzen mit gelben blüten. aus dem mittelmeerraum und wurden stammend wurden sie im 17. jhd in den wurzeln von rebstöcken eingeschleppt. seit dieser zeit hat schon ein klimawechsel stattgefunden: es wurde kälter. die reben sind verschwunden, wald ist aufgewachsen, die frostunempfindlichen winterlinge haben sich prächtig vermehrt.

bei mildem wetter kann man mitte januar schon die gelben köpfe sehen.

 

 (bildquelle)

 

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16.01.2008 17:53

An der Saale hellem Strande

 

An der Saale hellem Strande

 

Musik   Friedrich Ernst Fesca (1822)

Text     Franz Kugler (1826)

 

An der Saale hellem Strande
Stehen Burgen stolz und kühn,
Ihre Dächer sind zerfallen,
Und der Wind streicht durch die Hallen,
Wolken ziehen d'rüber hin.

Zwar die Ritter sind verschwunden,
Nimmer klingen Speer und Schild;
Doch dem Wandersmann erscheinen
In den altbemoosten Steinen
Oft Gestalten zart und mild.

Droben winken schöne Augen,
Freundlich lacht manch roter Mund,
Wand'rer schaut wohl in die Ferne,
Schaut in holder Augen Sterne,
Herz ist heiter und gesund.

Und der Wand'rer zieht von dannen,
Denn die Trennungsstunde ruft;
Und er singet Abschiedslieder,
Lebewohl tönt ihm hernieder,
Tücher wehen in der Luft.

 

Noten 

 


kommentar von: AncientGods am 10.05.2007 21:35
mich Goban anschließe
kommentar von: Goban am 07.05.2007 21:33
wunderbarer text :-)
 
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16.01.2008 17:50

14. Oktober 1806

 


14. Oktober 1806

Schlacht bei Jena und Auerstedt

 

 
wikipedia

jena.de

  
  
  
 

 
 
 

 
 
Schlachtnachstellung 2006


Das war unser Wochenendausflug nach Jena. Dort haben wir uns das große Spektakel auf dem historischen Schlachtfeld im Dreieck Closewitz - Cospeda - Lützeroda angeschaut.







 

 

 


 

 

 

 

 


kommentar von: Goban am 23.02.2007 13:35

das hätte ich auch gern gesehn
 

 

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16.01.2008 17:47

vor jena

 

 

Auf den Bergen die Burgen,

Im Tale die Saale,

Im Städtchen die Mädchen,

Einst alles wie heut.

Ihr werten Gefährten

Wo seid Ihr zur Zeit mir,

Ihr lieben geblieben,

Ach alle zerstreut.

 

Die einen, sie weinen,

Die andern, sie wandern,

Die Dritten inmitten

Im Wechsel der Zeit.

Auch viele am Ziele,

Zu den Toten entboten,

Verdorben gestorben,

In Lust und in Leid.

 

Ich alleine, der eine

Schau wieder hernieder

Zur Saale im Tale,

Doch traurig und stumm.

Eine Linde im Winde,

Die wiegt sich und biegt sich,

Rauscht schaurig und traurig,

Ich weiß wohl, warum.

 

(L. Drews 1842)


kommentar von: TAUSENDund2naechte am 26.02.2007 20:03
nie sollte man die geschichte vergessen !!
kommentar von: LoneWolf1 am 23.02.2007 17:20
finde den blogg schön...du weißt was zu was passt*zwinker
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16.01.2008 17:46

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16.01.2008 17:45

 

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